Juli 2014: Ramadan Infostand

Der Fastenmonat Ramadan, den Muslime weltweit gemeinsam begehen, ist Hauptbestandteil des Islams. Muslimische Frauen, Männer und Kinder ab der Pubertät üben sich im heiligen Monat in körperlicher Enthaltsamkeit und seelischer Hingabe. Dabei geht es jedoch nicht nur um banale Dinge wie Essen und Trinken, sondern vielmehr um die komplette Hingabe von Körper und Seele an den Geist das Ramadans. Es geht also darum, die Beziehung zu Gott zu stärken indem man Frieden mit sich selbst aber vor allem mit seinen Mitmenschen schließt, jenen verzeiht die einem Unrecht getan haben, zu helfen wo man kann, die Zunge zu hüten indem man beleidigende Worte meidet und im Allgemeinen versucht, sich schlechte Angewohnheiten abzugewöhnen. Da der Islam ein Teil unseres Österreichs ist und somit auch ein Teil Europas, war es uns, im Sinne des friedlichen Miteinanders und des permanenten Dialoges, sehr wichtig, Menschen darüber zu informieren, was Ramadan ist, wie gefastet wird, warum gefastet wird und was sich Muslime dadurch erhoffen.

Mit dieser Absicht begaben wir uns auf den Stephansplatz um dort im wahrsten Sinne des Wortes unser Zelt aufzuschlagen. Eine riesige, selbstgebastelte Ramadan-Laterne sollte nicht nur die Aufmerksamkeit der Passanten und Passantinnen einfangen, sondern auch gleichzeitig fastenden Muslimen und Muslimas das Gefühl übermitteln, nicht alleine in ihrer Sache zu sein. Im Zuge dessen wurde ein überdachter Infostand errichtet, welcher selbstverständlich auch dementsprechend dekoriert wurde und anschließend mit orientalischen Süßspeisen und Getränken, Datteln die nach chinesischem Vorbild mit kleinen islamischen Weisheiten bespickt waren und natürlich auch jede Menge Information über Ramadan, zum Leben erweckt wurde.

Unser Ziel war es, in erster Linie Informationen aus erster Hand an interessierte Menschen weiterzugeben, die sich beispielsweise auch darüber erkundigten wie sie als Mitmenschen, fastenden Muslimen behilflich sein könnten. Weiters war es uns ein ebenso wichtiges Anliegen, fastenden Menschen in Wien zu zeigen, seien diese nun Touristen oder Einheimische, dass sie mit ihrem Fasten nicht alleine sind und so, in einer Welt wo Konflikte die Tagesnachrichten dominieren, das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen.

Alles in Allem stellte die Aktion für uns sehr bereichernde und fruchtvolle Erfahrung dar, weshalb dies sicherlich nicht das letzte Mal gewesen ist.

[LINK zur vollständigen Aktion mit Videoausschnitten und Bildern]