Der European Muslim Jewish Dialogue (EMJD) fand vergangen Sonntag den 3. Mai erneut seine erfolgreiche Fortsetzung. Das interreligiöse Dialogprojekt zwischen Menschen islamischen und jüdischen Glaubens existiert bereits seit 2013. Die TeilnehmerInnen sind vor allem Studierende und AkademikerInnen mit unterschiedlichem muttersprachlichem Background und Mitglieder verschiedener Vereine und Netzwerke wie etwa der European Union of Independent Students and Academics (EUISA), der Jüdisch Österreichischen HochschülerInnen (JÖH) oder der Ägyptisch-Österreichischen Jugend (ÄÖJ).
Das Treffen fand diesmal wieder unter besonders regem Interesse und bei großer Beteiligung an einem denkbar gut geeignetem Ort für ein interreligiöses Dialogprojekt statt, dem König Abudullah Bin Abdulaziz International Centre für interreligiösen und interkulturellen Dialog (KAICIID) in Wien.
Nach einem herzlichen Empfang seitens der Gastgeber kam es zu ein paar einführenden Vorträgen. Hauptthema des Treffens waren Denkschulen im Judentum und im Islam. Vortragender war unter anderen der Rabbiner Moshe Starik aus Jerusalem.
Da beide Religionsgemeinschaften in Europa verwurzelt sind und auch in Österreich als Teile der Gesellschaft unmittelbar zusammenleben, war es für alle TeilnehmerInnen interessant und wertvoll mehr über einander zu erfahren und muslimische bzw. jüdische Denkschulen und Lebenswirklichkeiten kennenzulernen. Die Veranstaltung bot so neben religionswissenschaftlichen Einblicken in die verschiedenen Glaubensströmungen auch die seltene Möglichkeit die individuelle Verwirklichung und Auslegung dieser im alltäglichen Leben von Juden und Muslimen im direkten Gespräch kennen- und besser verstehen zu lernen. Bei einem abwechslungsreichen Snack-Büffet kam auch der persönliche Austausch zwischen den TeilnehmerInnen nicht zu kurz. Das interreligiöse Dialogprojekt ist ein schönes Beispiel für gelebten Pluralismus und beweist immer wieder aufs Neue, dass ein respektvolles und freundschaftliches Miteinander nicht nur möglich, sondern auch für alle Seiten sehr bereichernd ist.