Kochen für Flüchtlinge in Mödling

Am 4.Juli gingen fuhren wir mit einigen Freund_innen raus nach Mödling, um gemeinsam mit den unbegleiteten Minderjährigen vor Ort, das Fasten zu brechen und gemeinsam zu speisen. Eine munter-freudige Truppe bestehend aus insgesamt 38 Jugendlichen und eine mehr als bereichernde Erfahrung.


Mit vollem Kofferraum begaben wir uns Richtung Mödling. Unsere Freunde, die maßgeblich an der Organisation beteiligt waren, waren bereits vor Ort. Dort angekommen wurden wir von lachenden Gesichtern begrüßt und einem Betreuer, der uns für unsere Geste nicht genug danken konnte. Er versicherte uns, dass dies den Jugendlichen viel bedeuten würde. Voller Tatendrang gingen wir in die Küche, wo schon fleißig vorbereitet wurde. Mit einem "Ihr könnt gleich die Gurken für den Salat schneiden", wurden wir recht herzlich von unseren Freund_innen begrüßt. Das war auch gut so, schließlich waren wir nicht zum Spielen da; aber zum Arbeiten waren wir auch nicht da. Niemals würden wir das was wir getan haben als "Arbeit" bezeichnen. Als Pflicht vielleicht, weil wir daran glauben, dass diese Menschen, ebenso wie wir, menschenwürdige Unterkünfte und Verhältnisse brauchen. Gerade im Ramadan, wo das Geben im Vordergrund steht, fühlte es sich besonders gut an, das erste Mahl dieser Menschen an diesem Tag vorbereiten zu dürfen. Nachdem alles vorbereitet war, und der Gebetsruf ertönte (was den Sonnenuntergang und somit die Essenszeit markiert), machten wir uns an die Essensausgabe. Mit jedem zufriedenem Gesicht und mit jedem "Danke" fühlten wir uns in dem was wir taten bestätigt. Es war nicht nur eine immense Bereicherung für uns die Jugendlichen kennenzulernen sondern es bestätigte auch, wie groß derart kleine Gesten sein können; für uns als auch für sie.